Van Gogh Museum - Der ultimative Überblick

Tragischer Tod und aberwitzig teure Bilder. Zahllose Mythen machen Vincent Van Gogh zum ersten Rockstar der Kunstgeschichte. Im Überblick erfährst du alles über das wunderschöne Van-Gogh-Museum in Amsterdam.

Neuer Flügel des Van-Gogh-Museum - Foto: © hollandfoto.net

Das Van-Gogh-Museum ist eine architektonische Augenweide und liegt direkt am Museumplein. Anhand unzähliger Originale kannst du die aufregende Lebensgeschichte von Vincent nacherleben – von ersten Malübungen bis zum tragischen Ende.

Info zu den Öffnungszeiten: Vom 14. Juli bis 03. September 2017 ist das Van Gogh Museum auch Samstags bis 21 Uhr geöffnet.

Tipp - Schlange umgehen

Die Schlange vor dem Van-Gogh-Museum ist fast immer unfassbar lang. 2 Stunden Wartezeit sind keine Seltenheit. Zwischen 9:00 und 11:00 Uhr morgens und nach 15:00 Uhr ist am wenigsten los. Auf jeden Fall: Tickets online buchen und Schlange umgehen.

Das besondere am Van-Gogh-Museum sind nicht nur die wunderbar farbenfrohen Originalbilder: Über kaum einen Künstler ist so viel bekannt. Briefe, Pinsel und Farbtuben - die wunderbar informative Sammlung bietet einen umfassenden Blick auf das Leben und Schaffen von Vincent Van Gogh. Lies weiter und erfahre mehr:

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Van Gogh - Erster Rockstar der Kunstgeschichte

Er legte den Grundstein für die moderne Malerei, aber verkaufte zu Lebzeiten so gut wie keine Bilder. Van Gogh war der Inbegriff des tragischen Helden. Und dann war da ja noch die Sache mit dem Ohr...

Selbstportrait - Paris, 1887 - Foto: © Van-Gogh-Museum

Sind die wunderbaren Bilder Produkte seiner Krankheit und warum beging er Selbstmord? Diese Fragen stellen Kunsthistoriker und Fans seit über 100 Jahren. Mit einem Besuch im Museum und unseren 10 Fakten lernst du Vincent etwas besser kennen:

  1. Unfassbar teure Kunstwerke - Schon in den 80er Jahren bezahlte ein Sammler mehr als 40 Millionen Euro für ein Sonnenblumenbild. Im Van-Gogh-Museum kannst du eine ganze Serie davon bewundern.
  2. Van Gogh wurde erst nach seinem Tod berühmt - Er war oft knapp bei Kasse und hatte kein Geld für Modelle. Deshalb malte Vincent so viele Selbstportraits.
  3. Erst mit 27 Jahren fing Van Gogh an zu zeichnen - Vorher versuchte er sich zum Beispiel als Kunsthändler und Priester.
  4. Vincent war ein Studienabbrecher - Van Gogh wollte Prediger werden - genau wie sein Vater. Nach kurzer Zeit brach er sein Theologiestudium aber wieder ab. Genau wie sein Kunststudium. Zeichnen nach Lehrbuch war nicht so sein Ding.
  5. Monet, Gaugin, Van Gogh - hochkarätige Künstler-Clique - Wusstest du, dass sich all diese bedeutenden Maler kannten? Mit Gaugin wohnte Van Gogh sogar eine Zeit lang zusammen.
  6. Bruderliebe - Theo und Vincent - Nur weil Van Gogh so viele Briefe an seinen Bruder Theo schrieb, ist heute so viel über das Leben des Künstlers bekannt. Theo brachte Vincent zum Malen und unterstützte Vincent sein Leben lang.
  7. Die Sache mit dem Ohr - Van Gogh hatte psychische Probleme. Eines Tages drohte er seinem Mitbewohner Gaugin mit einem Messer und schnitt sich dann selbst ein Stück von seinem Ohr ab.
  8. Das Genie in der Anstalt - Nach dem Vorfall mit dem Ohr ließ sich Van Gogh in eine Psychiatrische Anstalt in Paris einweisen. 1889 schuf er dort eines seiner schönsten Werke - "Die Sternennacht". Die abgefahrene Pinselführung des Bildes sehen heute viele als Ausdruck seines geistigen Zustands.
  9. Tragisches Ende durch Selbstmord - Nach seiner Zeit in der Psychiatrie lebte Van Gogh in einem Künstler-Dorf bei Paris. Er hatte starke Depressionen. Am 27. Juli 1890 schoss sich Van Gogh selbst in die Brust. Er überlebte zunächst, starb aber 2 Tage später.
  10. Wegbereiter für die moderne Malerei - Spontane Pinselführung und kräftige Farben. Van Gogh malte die Dinge nicht wie sie wirklich waren, sondern wie er sie empfand. Das inspirierte unzählige Maler nach ihm und es entstand ein neuer Kunststil - der "Expressionismus".

Ein ganz schön wildes Leben, oder? Vielleicht malte Van Gogh gerade wegen diesem turbulenten Lebenslauf so außergewöhnlich schöne Bilder. Im nächsten Teil gibt es wieder was zu schauen: Wir stellen dir unsere Lieblings-Bilder im Van-Gogh-Museum vor.

Van-Gogh-Museum - Die Higlights der Sammlung

Das Museum verwaltet einen riesigen Schatz von mehr als 200 Gemälden und 400 Zeichnungen. Über jedes einzelne Werk könnte man eine wissenschaftliche Abhandlung schreiben. Wir machen genau das Gegenteil.

Almond Blossom - Saint-Rémy, Februar 1890 - Foto: © Van-Gogh-Museum

Nur wunderschöne Bilder und eine kurze Beschreibung. Schau dir unsere Lieblings-Werke an - genieße die kraftvollen Farben und wilden Pinselstriche. Wir möchten dich natürlich nicht davon abhalten, dich genauer über ein Bild zu informieren. Das geht natürlich am besten im Van Gogh Museum.

Almond Blossom - Mandelbüte

Das erste Bild, ganz oben, zeigt eines der Lieblingsmotive von Vincent: Üppige Mandelblüten vor blauem Himmel. Für dieses Bild ließ sich Van Gogh von japanischen Künstlern inspirieren.

Weizenfeld unter Gewitterwolken

Dieses beeindruckende Gemälde malte Van Gogh kurz vor seinem Tod. Traurigkeit und extreme Einsamkeit - in seinen Werken versuchte Van Gogh auszudrücken, was er mit Worten nicht zu sagen vermochte.

Weizenfeld - Auvers, Juli 1890 - Foto: © Van-Gogh-Museum

Schau dir das Bild genau an. Berührt dich die imposante Naturgewalt? Kannst du nachvollziehen, wie sich der Maler fühlte? Kaum ein Künstler konnte Emotionen so gut auf die Leinwand übertragen wie Vincent Van Gogh.

Totenschädel - Skull

Kaum zu glauben, dass dieses Bild von 1887 ist. Wer traute sich schon so zu malen? Die Künstler dieser Zeit beschäftigten sich eigentlich mit Anatomie und naturgetreuer Darstellung. Vincent Van Gogh pfiff darauf.

Totenschädel, Paris im Mai 1887 - Foto: © Van-Gogh-Museum

Eines unserer Lieblingsbilder, weil es zeigt, wie mutig und stilprägend seine Kunst war. Sieh dir mal Bilder von Jean-Michel Basquiat an. Mit etwas Fantasie könnte der Totenkopf von ihm sein. Nur eben 80 Jahre später gemalt. Van Gogh gilt zurecht als Wegbereiter für die moderne Malerei.

Tipp - Hänge dir einen Van Gogh ins Wohnzimmer

Das Van-Gogh-Museum betreibt einen Shop, über den du originalgetreue Kopien von Van Goghs Meisterwerken kaufen kannst. Die Reproduktionen sind zwar etwas teurer, sehen dafür aber großartig aus. Du kannst die Bilder im Online-Shop oder direkt im Museum kaufen.

Natürlich kommen die Werke am besten im Original zur Geltung. Perfekt ausgeleuchtet und in all ihrer Farbenpracht. Im nächsten Teil findest du unsere Karte mit der besten Route zum Van-Gogh-Museum.

Wie komme ich zum Van-Gogh-Museum in Amsterdam?

Das Van-Gogh-Museum liegt am Museumplein. Der Name ist Programm. Am Museumsplatz befinden sich viele Museen, wie das Rijksmuseum oder das Diamantenmuseum. Am besten kommst du zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Straßenbahn hin.

Route zum Van-Gogh-Museum - Drücken zum Aktivieren

Zu Fuß: Vom Haupbahnhof ist es schon ein ganz schönes Stück bis zum Van-Gogh-Museum. Du gehst ca. 40 Minuten. Die Route, auf dem Bild oben, ist wirklich schön und führt dich über die drei Hauptgrachten.

Mit dem Fahrrad: Wenn dir die 3,5 km zu weit zum Laufen sind, leih dir ein Fahrrad an einer der vielen Fahrrad-Verleih-Stationen in Amsterdam.

Mit der Straßenbahn: Mit der Tram bist du in nur 20 Minuten am Van-Gogh-Museum. Vom Hauptbahnhof fahren die 2 und die 5. An der Haltestelle "Van Baerlestraat" aussteigen. Hier kannst du vergünstigte Straßenbahn-Tickets kaufen.

Spannende Sehenswürdigkeiten in der Umgebung

Wenn du sowieso schon hier bist und noch etwas Zeit hast, schau dich um – die Gegend um das Van-Gogh-Museum ist voll mit spannenden Highlights: Rijksmuseum, Leidseplein, Vondelpark – mehr dazu unter Sehenswürdigkeiten in Amsterdam.

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