Amsterdam hat rund 942 504 Einwohner und ist in acht Bezirke unterteilt. Darin befinden sich mehr als 50 charmante Stadtteile. Hier findest du unseren Überblick zu den schönsten und beliebtesten Vierteln von Amsterdam.
Die spannendsten Stadtteile & Bezirke von Amsterdam im Überblick
Schmale Grachten im Jordaan, hippe Bars in De Pijp und prächtige Villen im Museumsquartier. Die Grachtenstadt ist viel mehr als Zentrum und Rotlicht. Komm mit auf unsere Entdeckungsreise durch die schönsten Viertel der Stadt.
Die Grachten durchziehen die Altstadt wie grüne Lebensadern
Der Hauptbahnhof ist der beste Orientierungspunkt für Amsterdam. Wenn du aus dem Bahnhof trittst, hast du das Wasser im Rücken: Das breite Hafenbecken des IJ (ein ehemaliger Meeresarm) begrenzt die Stadt nach Norden. Dahinter liegt der bunte Stadtteil Noord mit der legendären NDSM-Werft.
Tipp - Entdecke Amsterdam mit den Augen eines Einheimischen
Unser Partner GetYourGuide bietet spannende Stadtführungen zu unterschiedlichen Themen. Sympathische Guides, Insider-Infos und faire Preise: Hier findest du eine Übersicht mit Angeboten.
Vor dir öffnet sich das historische Zentrum: Wie ein lockerer Gürtel schmiegen sich die berühmten Grachten um die Altstadt. Schmale Gassen und prächtige Einkaufsstraßen führen durch historische Viertel – immer weiter südwärts, bis zum grünen Vondelpark und dem eleganten Museumsquartier mit Rijksmuseum und Van-Gogh-Museum.
Über 50 Viertel, jedes mit eigenem Charakter: Von romantischen Grachten bis zu Street Art in alten Werfthallen. Aber wo anfangen? Wir verraten dir unsere drei Lieblingsviertel, die du auf keinen Fall verpassen solltest.
Top 3 – Die schönsten Stadtteile in Amsterdam: Jordaan, Negen Straatjes & De Pijp
Amsterdam bietet so viele charmante Ecken,
das du einfach vom Bahnhof bis zum Museumplein geradeaus gehen kannst,
um die Schönheit der Stadt zu genießen. Trotzdem: Wenn wir drei Lieblings-Viertel wählen müssten, wären es diese.
Karte – Stadtteile und Viertel von Amsterdam – Klicken zum Erkunden
Die Karte zeigt, wie kompakt Amsterdam ist: Viele der schönsten Viertel liegen so nahe beieinander, dass du sie problemlos zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kannst. Hier sind unsere Top 3:
1. Jordaan – Amsterdams schönstes Viertel
Postkartenmotive, wohin man auch schaut: Kein Viertel verkörpert die Seele Amsterdams so sehr wie das pittoreske Jordaan-Viertel. Schmale Grachten, versteckte Hinterhöfe (Hofjes) und an jeder Ecke ein charmantes Café. Hier kannst du stundenlang flanieren, ohne dich zu langweilen. Nirgendwo sonst lernst du das „echte" Amsterdam so gut kennen.
Atmosphäre
Romantisch, gemütlich & historisch
Must-See
Egelantiersgracht & Karthuizerhofje
Gut zu wissen
Samstags: Noordermarkt
Setz dich mit einem Kaffee an die Gracht und schau den Amsterdamern beim Alltag zu: Hunde werden ausgeführt, Kinder radeln zur Schule und aus einem Hausboot klingt leise Musik. In unserem Guide findest du eine Karte, die schönsten Hofjes und echte Insider-Tipps.
2. Negen Straatjes – Das Shopping-Paradies im Grachtengürtel
Neun schmale, malerische Gassen, vollgepackt mit individuellen Läden und Cafés – mitten im bildschönen Grachtengürtel. Hier gibt es keine großen Ketten, dafür Vintage-Shops, Plattenläden, handgemachten Schmuck und Boutiquen, deren Besitzer ihre Ware noch persönlich aussuchen.
Atmosphäre
Charmant, bunt & kreativ
Must-See
Huidenstraat & Wolvenstraat
Gut zu wissen
Virale Food-Spots & Vintage-Shops
Bummel durch die Gassen, stöbere nach deinem neuen Lieblings-Pullover und belohne dich zwischendurch mit einem frischen Smoothie oder einem Stück Kuchen. In unserem Guide findest du die besten Läden und Cafés.
3. De Pijp – Buntes Szeneviertel im Süden von Amsterdam
De Pijp war einmal Amsterdams Arbeiterviertel – eng gebaute Straßen, die wie Pfeifenrohre in die Tiefe führen und dem Viertel seinen Namen gaben. Heute ist „die Pfeife" das multikulturelle Herz der Stadt: Über 140 Nationalitäten, Restaurants aus aller Welt und der riesige Albert Cuyp Markt: Lecker Frühstück am Morgen und abends feiern in den Gassen.
Atmosphäre
Kosmopolitisch, lebendig & bunt
Must-See
Albert Cuyp Markt & Sarphatipark
Gut zu wissen
Beste Restaurants & Bars der Stadt
Setz dich auf eine Terrasse in der Ferdinand Bolstraat und bestell dir ein Bier – dann schau einfach zu, wie De Pijp an dir vorbeizieht: Studenten, Köche auf dem Weg zum Markt, Familien aus aller Welt. Wir haben uns für dich durch den Albert Cuyp Markt geschlemmt – mit Stroopwaffeln, Haring und den besten Pommes der Stadt.
Schmale Gassen, schiefe Häuser und die schönsten Grachten. Lies weiter: Im nächsten Teil erfährst du alles über das malerische Zentrum von Amsterdam.
Amsterdam Zentrum - Altstadt & De Wallen - Das Herz der Metropole
Amsterdam Zentrum bildet das pulsierende Herz dieser wundervollen Stadt. Sobald du aus dem Bahnhof, der das Zentrum nach Norden hin begrenzt, herauskommst, wirst du sofort vom quirligen Trubel verschluckt.
Die Papiermolensluis im wunderschönen Zentrum von Amsterdam
Man könnte Amsterdams Zentrum mit seinen schiefen Häusern, den kleinen Brücken und den wunderschönen Grachten für ein einziges, großes Freilichtmuseum halten – wenn da nicht die vielen modernen Cafés, stylischen Geschäfte und der lockere Lifestyle der Amsterdamer wären, die jedes Jahr Millionen von neugierigen Besuchern anlocken.
Karte – Altstadt, Grachtengürtel & Zentrum Amsterdam – Klicken zum Erkunden
Sobald du aus dem Hauptbahnhof heraustrittst, bist du mittendrin: Die Altstadt beginnt direkt vor deiner Nase. Geradeaus geht es den Damrak mit den berühmten tanzenden Häusern entlang. Hältst du dich links, landest du nach wenigen Minuten in Amsterdams berüchtigtem Rotlichtviertel: De Wallen.
De Wallen – Das berühmte Rotlichtviertel von Amsterdam
Gasse für Gasse ist es eines der ältesten und faszinierendsten Viertel Amsterdams: Nachts verruchte Vergnügungsmeile mit den berühmten roten Fenstern, tagsüber ein verblüffend normales Altstadtviertel. Die mittelalterliche Oude Kerk steht mittendrin, chinesische Restaurants reihen sich an uralte Brauhäuser, und tagsüber schlendert hier die halbe Welt entspannt durch die engen Gassen.
Atmosphäre
Historisch, überraschend & belebt
Must-See
Oude Kerk & Oudezijds Achterburgwal
Gut zu wissen
Tagsüber entspannter als abends
Bestell dir morgens einen Kaffee am Zeedijk und schau zu, wie die Gassen langsam erwachen – das ist ein anderes De Wallen als das, was du vielleicht erwartest. In unserem ausführlichen Guide stellen wir die Top-Highlights im Rotlichtviertel vor.
Gehst du noch weiter nach links, durchquerst du Chinatown – Hier leuchten bunte Schilder mit chinesischen Schriftzeichen und zweisprachige Straßennamen. In Chinatown findest du einige der besten Asia-Restaurants der Stadt.
Chinatown & Nieuwmarkt – Die lebendige Altstadt von Amsterdam
Darunter öffnet sich der Nieuwmarkt, der lebhafte Platz rund um das mittelalterliche Waag-Gebäude, der das Rotlichtviertel nach Osten hin abschließt.
Tipp - Shoppingparadies Zentrum
Im Zentrum gibt es gleich zwei große Einkaufsstraßen: Die Nieuwendijk beginnt direkt am Bahnhof und geht in die Kalverstraat über – hier findest du große Kaufhäuser und internationale Marken.
Hältst du dich vom Bahnhof aus eher rechts, stehst du nach wenigen Minuten auf dem Dam-Platz – dem historischen Herzen der Stadt. Hier thront der prachtvolle Königspalast, daneben das Nationalmonument und das Kaufhaus De Bijenkorf. Vom Dam aus breitet sich Amsterdams berühmter Grachtengürtel mit den drei Hauptgrachten Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht wie ein Fächer nach Süden aus.
Drei Hauptgrachten – Herengracht, Keizersgracht und Prinsengracht – schmiegen sich wie ein Halbmond um die Altstadt. Im 17. Jahrhundert als Handelszentrum der Welt angelegt, stehen die prächtigen Kaufmannshäuser heute unter UNESCO-Schutz. Dazwischen: Hausboote, uralte Ulmen und 1.300 Brücken – mehr als in Venedig.
Atmosphäre
Romantisch, malerisch & zeitlos
Must-See
Herengracht & Gouden Bocht
Gut zu wissen
160 Kanäle & 1.300 Brücken
Setz dich auf eine Bank an der Prinsengracht, wenn die Abendsonne die Fassaden golden taucht – das ist Amsterdam. In unserem Grachten-Guide findest du die schönsten Spazierrouten, die besten Aussichtspunkte und alles, was du über das UNESCO-Welterbe wissen musst.
Die vielen Sehenswürdigkeiten im Zentrum machen die Entscheidung schwer – was soll ich mir als erstes ansehen? Unser Tipp: Schau dir unsere Top 18 Sehenswürdigkeiten an, nimm dir nicht zu viel vor und besuche Amsterdam lieber ein zweites oder drittes Mal.
Viele wunderbare Sehenswürdigkeiten im Zentrum
Bekannte Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind z.B. das Anne Frank Haus, die historische Westerkerk – in der auch Rembrandt begraben liegt – oder die schmale Magere Brug über die Amstel, die schönste Brücke der Stadt. Natürlich gibt es noch viele, viele mehr – auch außerhalb des Zentrums.
Haarlemmerbuurt – Geheimtipp direkt am Bahnhof
Wenn du aus dem Bahnhof scharf rechts abbiegst und ein paar Minuten spazierst, erreichst du einen der charmantesten Winkel der Stadt. Erst überquerst du die Haarlemmersluis – eine der ältesten Brücken Amsterdams mit einem wunderbaren Blick in die Singel. Dann erwartet dich die belebte Haarlemmerstraat: individuelle Läden, gemütliche Cafés und weniger Touristen als im restlichen Zentrum. Etwas versteckt, entspannt und einfach schön.
Atmosphäre
Lokal, entspannt & weniger Touristen
Must-See
Haarlemmersluis & Haarlemmerstraat
Gut zu wissen
Lokale Läden & Cafés
In unserem Stadtrundgang führen wir dich durch die schönsten Gassen rund um die Haarlemmerstraat und den Jordaan – mit 14 handverlesenen Stationen, versteckten Hofjes und dem besten Blick auf die Grachten.
Eines hätten wir fast vergessen: Zwischen Zentrum und Grachtengürtel, in Sichtweite des Rijksmuseums, liegt das Spiegelkwartier – Amsterdams Geheimtipp für Kunstliebhaber und Antiquitäten-Fans.
Persönlicher Tipp von Linda
Antike Möbel und Schmuck aus vergangenen Epochen. Das "Spiegel-Viertel" lockt mit mehr als 100 Fachgeschäften. Wir verraten unsere Lieblingsorte und nehmen dich mit auf einen verträumten Spaziergang entlang der Spiegelgracht.
Bleib dran – im nächsten Teil verraten wir dir, welche Ecken du lieber meiden solltest und wo du auch nachts entspannt unterwegs bist.
Sicherheit in Amsterdam – Welche Viertel solltest du meiden?
Im Safe Cities Index des Economist belegt Amsterdam Platz 6 weltweit und sogar Platz 2 bei der persönlichen Sicherheit. Sicherer als London, Paris und New York. Ganz ehrlich: Dein größtes Risiko ist, dass dir jemand am Damrak das Handy aus der Jackentasche zieht.
Das berüchtigte Old Sailor Pub im Red Light District – in den schmalen Gassen kann es sehr voll werden.
In Amsterdam ist Sicherheit kein Viertel-Thema, sondern ein Situations-Thema. Wo viele Touristen, Gedränge und Alkohol zusammenkommen, passiert mehr – egal in welchem Stadtteil.
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Ist Amsterdam gefährlich? Nein. Die Kriminalität in Amsterdam beschränkt sich für Touristen fast ausschließlich auf Taschendiebstahl, rund um Hauptbahnhof, Damrak und Dam-Platz. Kein No-Go-Viertel, keine Gewalt gegen Besucher.
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Ist das Rotlichtviertel nachts gefährlich? Laut, voll, manchmal nervig – aber selten gefährlich. Die engen Gassen sind ein Paradies für Taschendiebe. Wertsachen nah am Körper, und du bist sicher. Unser Guide zum Rotlichtviertel hilft dir dabei.
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Welche Stadtteile sollte man meiden? Keine – jedenfalls nicht als Tourist. Die Viertel mit dem rauesten Ruf (Zuidoost, Bos en Lommer) liegen weit weg vom Zentrum. Mehr dazu weiter unten.
4 Regeln, die du kennen solltest
Amsterdam ist so sicher, dass du mit gesundem Menschenverstand nie ein Problem haben wirst. Hier sind die vier Dinge, die wirklich zählen:
1
Rucksack nach vorne
In vollen Trams und am Hauptbahnhof sind Taschendieb-Hotspots. Handtaschen und Rucksäcke immer vor dem Körper tragen, Handy nicht locker in der Jackentasche.
2
Keine Drogen auf der Straße kaufen
Immer in lizenzierten Coffeeshops. Was dir Dealer auf der Straße anbieten, ist meistens Fake, gefährlich und illegal.
3
Nachts auf beleuchteten Hauptstraßen bleiben
Viele Grachtenabschnitte haben kein Geländer und keine Beleuchtung. Nach ein paar Bier kann das zur echten Gefahr werden. Der Vondelpark ist tagsüber wunderbar, aber nachts etwas gruselig.
4
Fahrrad richtig abschließen
Fahrraddiebstahl ist die häufigste Straftat in Amsterdam – immer am Rahmen und Rad abschließen, am besten an einem festen Gegenstand. Ein gutes Schloss lohnt sich. Mehr dazu in unserem Fahrrad-Guide.
Gibt es wirklich gefährliche Viertel in Amsterdam?
Wenn es um gefährliche Viertel geht, sind meistens Zuidoost / Bijlmermeer oder Bos en Lommer gmeint. Beide liegen weit außerhalb des Zentrums. Du landest dort eigentlich nur, wenn deine Unterkunft dort ist oder du zu einem Event in der Johan-Cruyff-Arena gehst.
Zuidoost und Bijlmermeer
Große Straßen, Hochhäuser, viel Beton – Zuidoost wirkt wie ein anderes Amsterdam. Der schlechte Ruf aus früheren Jahrzehnten ist längst überholt: Viele Hochhäuser wurden abgerissen, heute leben hier Menschen aus über 150 Nationen friedlich zusammen.
Übrigens: In Zuidoost findet jedes Jahr das Kwaku Festival statt. Ursprünglich von surinamischen Einwanderern als Fußball-Turnier gestartet, ist es heute ein großes multikulturelles Volksfest mit Musik, Tanz, Essen und Verkaufsständen. Mit bis zu 500.000 Besuchern gilt das Kwaku Summer Festival als das größte multikulturelle Festival in Europa.
Bos en Lommer
Mit dem "gefährlichen" Amsterdam West ist meistens Bos en Lommer gemeint. Ja, das Viertel war lange rauer. Aber seit Jahren passiert hier viel: neue Cafés, neue Wohnungen, neue Leute. Mit normaler Großstadt-Aufmerksamkeit kein Problem.
Weiter geht's mit dem schönen und reichen Amsterdam: Im nächsten Abschnitt zeigen wir dir das elegante Museumskwartier. Dort treffen Weltklasse-Museen auf pompöse Villen und mondäne Luxusmeilen.
Südlich des Grachtengürtels ändert sich der Charakter der Stadt. Breitere Straßen, prächtige Jugendstilhäuser, weniger Touristen. Das ist das Amsterdam der Museen, der Villen und des alten Geldes – und gleichzeitig eines der schönsten Viertel zum Schlendern.
Museumskwartier – Weltklasse-Kunst und edles Flair
Am Museumplein stehen drei Weltklasse-Museen so nah beieinander, dass du alle drei an einem Tag schaffen könntest: das Rijksmuseum mit Rembrandts Nachtwache, das Van-Gogh-Museum und das Stedelijk für moderne Kunst. Den Platz selbst nutzen Amsterdamer als Picknickwiese und im Winter als Eislaufbahn.
Atmosphäre
Elegant, kultiviert & weltberühmt
Must-See
Rijksmuseum & Museumplein
Gut zu wissen
P.C. Hooftstraat: teuerstes Shopping
Rund um den Platz: prachtvolle Stadthäuser aus der Gründerzeit und das eleganteste Einkaufsviertel der Stadt. Die Mischung aus Street Art, moderner Kunst und alten Meistern macht das Viertel zu einem der schönsten Kulturzentren der Welt.
Der Vondelpark ist mehr als ein Park – er ist Amsterdams Wohnzimmer. Musiker, Picknicker, Jogger. Rund um den Park: die Concertgebouwbuurt mit breiten Boulevards, stattlichen Altbauten und dem weltberühmten Concertgebouw. Die Wohnungen hier gehören zu den teuersten der Stadt.
P.C. Hooftstraat – Luxusmeile am Vondelpark
Die P.C. Hooftstraat ist das, was in Hamburg der Neue Wall ist: Ein Boulevard, auf dem sich Gucci, Louis Vuitton und Prada aneinanderreihen. Wer nicht kauft, flaniert – das Streetstyle-Schauen ist hier Volkssport.
Waterlooplein & Joods Historisch Museum
Ein weiteres Nobelviertel liegt weiter östlich, am Ufer der Amstel. Am Waterlooplein liegt der älteste Flohmarkt der Stadt. Gegenüber: das Joods Historisch Museum, eines der bewegendsten Museen Amsterdams, und die Stopera (Oper und Rathaus in einem). Ein Viertel mit viel Geschichte und überraschend wenig Touristen.
Kreuzberg, Schanze, Karoviertel – jede Großstadt hat ihre Studentenviertel, in denen Matcha Latte und Vintage-Läden aufeinandertreffen. Komm mit: Im nächsten Teil erkunden wir die meist gehypten Szeneviertel Amsterdams.
Jenseits der Touristenpfade: Fahre mit der kostenlosen Fähre nach Noord oder spaziere Richtung Oost. Hier wohnen die Menschen, die Amsterdam so besonders machen: Kreative, Expats und die Nachkommen der Gewürzhandel-Ära.
Karte – Amsterdam Noord & Oost – Klicken zum Erkunden
De Pijp, Amsterdams beliebtestes Szeneviertel, haben wir bereits in unseren Top 3 Lieblingsvierteln vorgestellt. Dort findest du alles zum Albert Cuyp Markt, Sarphatipark und dem besten Streetfood der Stadt. Hier geht es um zwei Viertel, die noch nicht in jedem Reiseführer stehen.
Amsterdam Noord – Street Art, Fähre & NDSM-Werft
Zehn Minuten mit der kostenlosen Fähre vom Hauptbahnhof – und du bist in einer anderen Welt. Auf dem alten NDSM-Werftgelände haben sich Künstler, Start-ups und Strandbars eingenistet. Monumentale Street Art bedeckt ganze Fassaden, am Wochenende gibt es Flohmärkte und Festivals. Abends servieren die Restaurants am Ufer Soul Food mit Blick auf die Skyline.
Atmosphäre
Bunt, kreativ & alternativ
Must-See
NDSM-Werft & Straat Museum
Gut zu wissen
Kostenlose Fähre ab Hauptbahnhof
Nieuwendam, Ransdorp und Zunderdorp – Wenn du vom Trubel genug hast, warten weiter nördlich malerische Dörfer und das Naturparadies Waterland. Perfekt für eine Fahrradtour.
Wenn Amsterdamer lecker essen gehen, dann oft die Javastraat im Indische Buurt. Surinamisch, türkisch, marokkanisch, vietnamesisch: Auf wenigen hundert Metern liegt hier die halbe Welt nebeneinander. Direkt daneben das Dapperbuurt mit seinem legendären Dappermarkt: günstiger und authentischer als der Albert Cuyp, und fast keine Touristen.
Atmosphäre
Multikulti, entspannt & lebendig
Must-See
Javastraat & Dappermarkt
Gut zu wissen
Wereldmuseum (Tropenmuseum) nebenan
Oost ist das Viertel, in dem du das echte Amsterdam schmeckst – ohne den Preisaufschlag des Zentrums.
Die Straßen im Indische Buurt tragen die Namen früherer niederländischer Kolonialinseln – Javastraat, Sumatrastraat, Balistraat. Das Viertel war einst ein Arbeiterviertel für Hafenarbeiter und ist heute einer der multikulturellsten Orte Europas: Angeblich werden hier über 100 Sprachen gesprochen.
Tipp - Dappermarkt und Javastraat erkunden
Am besten lässt du dich einmal quer über den Dappermarkt treiben – von der Mauritskade bis zur Wijtenbachstraat. Abends kommen sogar Amsterdamer aus dem Zentrum hierher, um türkischen Kebab und fruchtige indische Currys zu essen. Dappermarkt & Javastraat auf unserer Karte.
Wenn du noch mehr angesagte Viertel entdecken möchtest: Auf der anderen Seite der Stadt, im Oud-West rund um die Kinkerstraat hat sich eine lebendige Foodszene entwickelt.
Die Food Hallen im alten Straßenbahndepot sind ein Geheimtipp
Sie sind Anlaufpunkt für Amsterdamer und Besucher gleichermaßen. Mehr dazu in unserem Fazit. Im nächsten Teil erklären wir, welche Stadtteile sich zum Übernachten lohnen und wo du deine Base auf keinen Fall aufschlagen solltest.
Wo übernachten in Amsterdam? – Dein Guide für das perfekte Viertel
Die Hotelpreise variieren je nach Viertel enorm. Die gute Nachricht: Du musst nicht am Dam Square schlafen, um mitten im Geschehen zu sein. Mit dem Fahrrad bist du von fast überall in 15 Minuten im Zentrum. Die richtige Frage ist also nicht „Zentrum oder nicht?" – sondern: Welcher Stadtteil passt zu mir?
Einmal auf einem Hausboot im Zentrum übernachten – für viele ein Traum
Wichtig vorweg: Meide Hotels rund um den Leidseplein, Rembrandtplein und im Rotlichtviertel – dort zahlst du Premiumpreise für Lärm bis 4 Uhr morgens. Schon eine Gasse weiter wird es ruhiger und günstiger. Auf unserer Hotel-Karte siehst du, wo du bedenkenlos übernachten kannst.
Für Sparfüchse – Etwas außerhalb und schnell im Zentrum
Die beste Budget-Strategie: Schlaf dort, wo du eine perfekte Bahnverbindung hast. Am Bahnhof Sloterdijk zahlst du oft die Hälfte und bist in 6 Minuten am Hauptbahnhof – das Meininger Hotel dort ist top bewertet. Noch cleverer: Das Inntel Hotel in Zaandam (12 Min. Zug) mit seiner irren Fassade aus gestapelten Grachtenhäusern. Und der absolute Geheimtipp: Haarlem als Basis. 15 Minuten Zug, eine wunderschöne eigene Altstadt und Hotels kosten dort teilweise halb so viel wie in Amsterdam.
Grachtenblick und Hausboot-Feeling - Mittendrin und doch erschwinglich
Du willst abends aus dem Hotel direkt an einer beleuchteten Gracht stehen? Dann buch im Jordaan oder im De Pijp – beides zentral, aber mit echtem Amsterdam-Gefühl statt Souvenirshop-Atmosphäre. De Pijp bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis im Zentrum: Den Albert Cuyp Markt vor der Tür, Restaurants für jeden Geldbeutel. Dort kannst du für einen halbwegs fairen Preis auf einem Hausboot übernachten. Für Grachtenblick im Zentrum: das Hotel Wiechmann an der Prinsengracht. Wer es ruhiger mag: Oud-Zuid und die Rivierenbuurt – sicher, grün, gut angebunden und kaum Touristen.
Besondere Hotels, die in keinem Reiseführer stehen
Du suchst etwas Besonderes? Bei SWEETS Hotel schläfst du in einem von 28 umgebauten Brückenwärterhäuschen – verteilt über die schönsten Grachten der Stadt, ab 125 € die Nacht. Auf Java Island im Oostelijk Havengebied steht das Hotel Jakarta: Panoramablick über den IJ, genau dort, wo einst die Schiffe nach Indonesien ablegten. Und im Oud-West das Hotel De Hallen – im selben denkmalgeschützten Straßenbahndepot wie die Food Hallen.
Ein Leihfahrrad kostet übrigens nur 15€ pro Tag. So gelangst du in 15 Minuten fast überall hin. Amsterdamer lachen über Touristen, die 30 € fürs Taxi zum Museum ausgeben. Unser Fahrrad-Guide hilft dir beim Leihen. Lies weiter: Im letzten Teil ziehen wir unser Fazit und verraten unser absolutes Lieblingsviertel.
Fazit – Unser Lieblingsviertel und Lindas Geheimtipps
Fast eine Million Einwohner und trotzdem ist alles ganz nah: Du kannst Morgens durch die schmalen Gassen im Jordaan schlendern, mittags surinamisches Streetfood im De Pijp essen und abends ein Konzert in Noord besuchen.
Der Jordaan bleibt unser absolutes Lieblingsviertel. Nirgendwo sonst ist das alte Amsterdam so greifbar: schiefe Grachtenhäuser, versteckte Hofjes und das Gefühl, durch ein lebendiges Freilichtmuseum zu spazieren. Wenn du nur einen Tag in Amsterdam hast, komm hierher.
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Streetfood und Nachbarschaftsgefühl: De Pijp. Der Albert Cuyp Markt ist das kulinarische Herz der Stadt. Am besten werktags morgens hingehen, wenn die Stände gerade aufbauen und die Einheimischen ihre Runde drehen.
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Wenn du das Unerwartete suchst, fahre nach Noord. Die kostenlose Fähre vom Hauptbahnhof bringt dich in zehn Minuten in eine komplett andere Welt – Street Art, Werftgelände und Restaurants am Wasser. Hier erwartet dich ein anderes, moderneres Amsterdam.
Die meisten Besucher kommen nie über den Grachtengürtel hinaus. Schade – denn einige der schönsten Ecken Amsterdams liegen nur ein paar Minuten weiter.
Eine kurze Fahrt mit der Tram 17 vom Hauptbahnhof aus (Kinkerstraat aussteigen) führt dich zu den Food Hallen. Dieser Foodcourt, in einem denkmalgeschützten Straßenbahndepot, ist inzwischen Kult.
Im Oud-West hat sich Amsterdams lebendige Foodszene eingenistet
Ebenfalls einen Abstecher wert: der Westerpark weiter nördlich. Auf dem Gelände der ehemaligen Westergasfabriek (1883) findest du die Fabrique des Lumières – ein immersives Lichtmuseum mit über 100 Projektoren.
Lichtmuseum in einer 17 Meter hohen Industriehalle
Jeden ersten Sonntag findet hier der Sunday Market statt, Ende Mai das legendäre Food-Truck-Festival Rollende Keukens mit freiem Eintritt.
Die drei kleinen Westelijke Eilanden – Prinseneiland, Bickerseiland und Realeneiland – liegen nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof, und doch verirrt sich kaum ein Tourist hierher. Kopfsteinpflaster, alte Lagerhäuser, Hausboote mit Blumenkästen - wie im Märchenland.
Lindas Geheimtipp: Die Plantage
Die Plantage ist mein Lieblingsort. Rund um dem Hortus Botanicus spazierst du unter alten Platanen an prachtvollen Belle-Époque-Fassaden vorbei. Alles wirkt ein bisschen wie Paris, nur ruhiger und grüner.
Und wenn du nach der Plantage noch weiter Richtung Osten gehst, landest du im Oostelijk Havengebied – den ehemaligen Hafeninseln, auf denen heute einige der mutigsten Architekturprojekte Amsterdams stehen. Java-Eiland und KNSM-Eiland sind Pflichtbesuche für alle, die sich für modernes Bauen begeistern.
Alle diese Viertel findest du auf unserer interaktiven Karte – in Petrol markiert unter „Geheimtipps". Klick dich rein und entdecke, was abseits der Grachten auf dich wartet.
Tipp – Kostenloser Stadtplan zum Mitnehmen
Lade unseren kostenlosen Stadtplan als PDF herunter. Auf der übersichtlichen Karte findest du alle wichtigen Bezirke, Sehenswürdigkeiten und Straßen in der Innenstadt von Amsterdam.
Hinweis: Dieser Guide behandelt die Viertel, die für Besucher besonders interessant sind – nicht alle offiziellen Stadtbezirke Amsterdams. Eine vollständige Übersicht der offiziellen Verwaltungsgliederung findest du bei Wikipedia: Stadtbezirke und Stadtteile Amsterdams.
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