Amsterdam-Karte - Alle Stadtteile und Bezirke

Amsterdam hat rund 800 000 Einwohner und ist in insgesamt sieben Bezirke unterteilt. In den Bezirken befinden sich die Stadtteile.

Die sieben Bezirke von Amsterdam

Auf dieser Seite stellen wir dir alle Stadtteile von Amsterdam ausführlich vor: Das lebhafte Zentrum, West, das grüne Nieuw-West, der vielfältige Norden (Noord), das multikulturelle Oost, das heiße Pflaster von Zuidoost und Amsterdam Zuid mit dem Szeneviertel De Pijp und dem Museumsquartier.

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Amsterdam Zentrum - Das Herz der Metropole

Amsterdam Zentrum bildet das pulsierende Herz dieser wundervollen Stadt. Sobald du aus dem Bahnhof, der das Zentrum nach Norden hin begrenzt, herauskommst, wirst du sofort vom Trubel der quirligen Metropole verschluckt.

Das wunderschöne Zentrum von Amsterdam

Man könnte Amsterdams Zentrum mit seinen schiefen Fachwerkhäusern, den kleinen Brücken und den wunderschönen Grachten für ein einziges, großes Freilichtmuseum halten – wenn da nicht die vielen moderne Cafés, stylischen Geschäfte und der lockere Lifestyle der Amsterdamer wären, die jedes Jahr Millionen von neugierigen Besuchern anlocken.

Tipp

Lade unseren kostenlosen Stadtplan als PDF herunter. Auf der übersichtlichen Karte findest du alle wichtigen Bezirke, Sehenswürdigkeiten und Straßen in der Innenstadt von Amsterdam.

Vom Bahnhof im Norden aus, breitet sich Amsterdams berühmter Grachtengürtel mit den drei Hauptgrachten Herrengracht, Keiszersgracht und Prinsengracht sternförmig aus. Dazwischen warten unzählige kleine und große Kanäle und Gassen darauf, von dir entdeckt zu werden.

Viele, viele Sehenswürdigkeiten

Die vielen Sehenswürdigkeiten im Zentrum machen die Entscheidung schwer – was soll ich mir als erstes ansehen? Unser Tipp: Schau dir unsere Top 5 Sehenswürdigkeiten an, nimm dir nicht zu viel vor und besuche Amsterdam lieber ein zweites oder drittes Mal.

Bekannte Sehenswürdigkeiten im Zentrum sind z.B. das Anne Frank Haus, das Rotlichtviertel (De Wallen) oder die Oude Kerk. Natürlich gibt es noch viele, viele mehr – auch außerhalb des Zentrums.

Willkommen im Shoppingparadies

Wie es sich für eine Großstadt gehört, gibt es natürlich auch in Amsterdam eine Haupteinkaufsstraße – nein, Moment – im Zentrum gibt es sogar zwei! Die Nieuwendijkstraat beginnt direkt am Bahnhof und geht irgendwann in die Kalverstraat über. Hier gibt es viele große Kaufhäuser und Shops bekannter Welt-Marken.

Wenn du dich eher für alternative Läden, Second-Hand-Shops und kleine Boutiquen interessierst, wirst du in den kleinen Straßen zwischen den Grachten (z.B. in Negen Straatjes oder Joordan) fündig. Wir haben eine Übersicht der besten Shoppingmöglichkeiten für dich zusammengestellt.

Die schönsten Stadtteile im Zentrum

Im Zentrum findest du viele schöne Viertel, die alle ihren ganz eigenen Charme besitzen. Im beliebten Stadtteil Jordaan mit seinen unzähligen historischen Gebäuden und den vielen schönen Cafés und Geschäften, gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken.

Obwohl das Jordaan-Viertel im Zentrum liegt, kann es vorkommen, dass du dort bei einem Spaziergang auf einmal in einer menschenleeren Gasse landest – ganz ohne die vielen Touristen und den Trubel der Großstadt.

Sehr zentral, direkt am Hauptbahnhof, liegt das etwas hektischere, aber nicht weniger sehenswerte Viertel um den Nieuwmarkt - Amsterdams Chinatown.

Dass du in „Little China“ gelandet bist, erkennst du spätestens, wenn du die bunten Schilder mit chinesischen Schriftzeichen und zweisprachigen Straßennamen siehst. Hier findest du leckere China-Restaurants, Feinkostläden mit vielen exotischen Spezialitäten und gemütliche Straßencafés.

West - Soziale Brennpunkte und Nobelviertel

Amsterdam West grenzt an das Zentrum und besteht aus vielen, unterschiedlich großen Wohngebieten. Darunter sind einige Viertel, die als soziale Brennpunkte gelten (z.B. Bos en Lommer), aber auch einige Nobelbezirke.

Bos en Lommer - Amsterdam West - Foto von Jan - CC

Im Stadtviertel Spaarndammerbuurt befinden sich viele Gebäude im Stil der Amsterdamer Schule, darunter das berühmteste - Het Ship. Eine weitere Sehenswürdigkeit in Amsterdam West ist der beliebte Vondelpark.

Nieuw-West - Parks und ein riesiger See

Im Jahr 2010 wurden die Stadtbezirke Geuzenveld-Slotermeer, Osdorp und Slotervaart zusammengelegt. So entstand Amsterdams „Neuer Westen“ - Amsterdam Nieuw-West.

Amsterdamer Gartenstädte

Die ursprünglichen Stadtteile des heutigen Niew-West-Bezirks wurden nach dem zweiten Weltkrieg als „Amsterdamer Gartenstädte“ angelegt.

Slotervaart, Amsterdam Nieuw-West - Foto von Ovidiu Curcan - CC

Das Konzept der Gartenstädte wurde Ende des 18. Jahrhunderts in England entwickelt. Durch den Bau neuer Wohnanlagen, außerhalb des Zentrums, sollte die Lebensqualität in den explosionsartig wachsenden Metropolen der industriellen Revolution verbessert werden.

Seen und Parklandschaften

Heute nutzen die Bewohner der weitläufigen Wohngebiete von Nieuw-West die vielen, von Fahrradwegen durchzogenen Grünanlagen zum Spazieren und Picknicken.

Der Rempbrandt Park in Nieuw-West - Foto von Florian van Hunnik - CC

Auch Wassersportbegeisterte und Angler kommen auf ihre Kosten. Mitten in Nieuw-West liegt der Sloterzee - Ein riesiger, künstlich angelegter See, der sogar über einen kleinen Hafen für Segelboote verfügt.

Noord - Alte Schiffswerften und malerische Dörfer

Dieser Stadtbezirk umfasst ein großes Gebiet, nördlich vom Stadtzentrum. Wenn du durch den Hinterausgang des Hauptbahnhofs gehst, blickst du direkt Richtung Amsterdam Noord.

Blick über den IJ, Richtung Noord - Foto von FaceMePLS - CC

Um nach Noord zu gelangen, musst du zunächst den Fluss IJ überqueren, der den Norden vom restlichen Stadtgebiet trennt.

Am meisten Spaß macht sicher die Fahrt mit der kostenlosen GVB-Fähre. Bis 1957 waren die nördlichen Stadtteile nur mit einem der Fährschiffe erreichbar. Heute gibt es zusätzlich mehrere Brücken und Tunnel.

NDSM-Werft - Entdecke das hippe Werftgelände

Einer der Fähranleger liegt direkt am ehemaligen Werftgelände der NDSM (Netherlands Dok and Shipyard). Bis in die 60er Jahre hallte hier das Hämmern der Werftarbeiter durch die riesigen Montagehallen der Schiffbauindustrie. Viele der größten Ozeanriesen der damaligen Zeit liefen hier vom Stapel.

Heute beherbergen die alten Werfthallen viele junge, kreative Unternehmen, Cafés und Restaurants. Außerdem gibt es regelmäßig Konzerte, Festivals und Ausstellungen.

Malerische Dörfer, die zum Stadtgebiet gehören

Noch weiter nördlich geht die Stadt in ländliche Gebiete mit Vororten für Familien und vielen kleinen Dörfern über.

Nieuwendam, Ransdorp und Zunderdorp sind historische Dörfer, die man gut zu Fuß, per Boot oder mit dem Fahrrad erkunden kann. Hier dominieren "Stolpboerderij" (große Bauernhäuser mit hohem Reetdach), Holzhäuser, Wasserkanäle und tiefgrünes Weideland das Landschaftsbild.

Naturparadies Waterland - Foto von Cycletours - CC

An der Küste zum Meer hin liegt Waterland - ein Naturschutzgebiet mit vielen Vogel- und Pflanzenarten. Vor allem vom Fahrrad aus hast du eine tolle Aussicht in die grüne Deichlandschaft.

Amsterdam Oost - Das echte Amsterdam

Die Stadtteile von Amsterdam Oost könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf der einen Seite das Neubauviertel IJburg Island mit schicken Cafés, moderner Architektur und direktem Cityanschluss. Auf der anderen Seite multikulturelle Wohn- und Studentenviertel, wie Indische Buurt und Dapperbuurt.

Indische Buurt - Lebhaft, bunt und multikulti

Das Indische Viertel ist sicher eines der interessantesten von ganz Amsterdam und war ursprünglich ein Arbeiterviertel für Hafenarbeiter. Wenn du in die Javastraat, die Haupteinkaufsstraße einbiegst, steigt dir sofort der leckere Geruch von frisch Gebackenem aus den vielen Bäckereien in die Nase.

Javastraat - Das Herz des Indische Buurt - Foto von Alper Cugun - CC

Interessant

Viele Straßen im Viertel sind nach Inseln früherer niederländischer Kolonien benannt. So gibt es zum Beispiel neben der bekannten Javastraat noch die Sumatrastraat und die Balistraat.

Die Indische Buurt ist das multikulturelle Herz der Stadt. Hierhin verirren sich nicht ganz so viele Touristen und die Auswahl an Geschäften mit Lebensmitteln aus aller Herren Ländern ist groß. Angeblich werden im Viertel bis zu 100 verschiedene Sprachen gesprochen.

Hier findest du einige Fotos, die die schöne Atmosphäre im Indische Buurt sehr gut einfangen: A Summer Day in the Indische Buurt.

Dapperbuurt - Amsterdams leckerstes Viertel

Der Stadtteil Dapperbuurt ist vor allem für den bunten Dappermarkt bekannt. Der große, lebhafte Markt bietet alles, was das Feinschmecker-Herz begehrt – frische, lokale Produkte und Essensstände mit leckeren Spezialitäten aus der ganzen Welt.

Marktstand auf dem Dappermarkt - Foto von Passion Leica - CC

Wenn du in Amsterdam Oost bist, solltest du auf jeden Fall eine Runde über den Markt gehen. Am besten startest du in der Mauritskade (im Norden) oder in der Wijtenbachstraat (im Süden) und läufst einfach bis an das andere Ende der Straße.

Tipp

Dapperbuurt eignet sich sehr gut zum Essen gehen – hier kannst du dir echten, türkischen Kebab und fruchtige indische Currys schmecken lassen. Das wissen auch viele Amsterdamer aus dem Zentrum, die Abends zum Essen hier her kommen.

Zuidoost – Ein Problemviertel?

Triste Plattenbauten und grauer Beton, wohin das Auge blickt - fehlt nur noch etwas Regen und Polizeisirenen im Hintergrund und du fühlst dich wie in einem Gangsterfilm.

Ganz so schlimm ist es nicht – und die Lage verbessert sich ständig. Zuidoost gilt seit langem als Problemviertel und liegt, etwas außerhalb, südöstlich vom Zentrum und grenzt nicht direkt an das restliche Stadtgebiet von Amsterdam – das Viertel ist also eine sogenannte Exklave.

Hochhäuser in Bijlmermeer - Foto: Arden - CC

Die ländlichen Gebiete und Seen um den zentralen Stadtteil Bijlmermeer wurden erst in den 60er Jahren richtig erschlossen und an Amsterdam angegliedert.

Bijlmermeer - funktionale Stadt

Die damalige Stadtentwicklung folgte den Ideen der funktionalen Stadt des Schweizer Architekten Le Corbusier – Hochhaussiedlungen und Aufteilung der Stadt in Bereiche für Wohnen, Arbeiten, Erholen und Verkehr.

Leider ging mit diesem Konzept einiges schief. Durch die strikte Trennung der Lebensbereiche, verwandelten sich Teile der Stadt nachts in verlassene Geistersiedlungen. Schon nach wenigen Jahren war Zuidoost berüchtigt für Gewalt, Kriminalität und Drogen. So galt Bijlmermeer bald als das schlimmste Viertel der ganzen Niederlande.

Tipp

In Zuidoost findet jedes Jahr das Kwaku Festival statt. Eigentlich von Einwanderern aus Surinam als Fußball-Turnier gestartet, ist das Festival heute ein großes, multikulturelles Volksfest mit Musik, Tanz, Verkaufs- und Essensständen.

Mit bis zu 500 000 Besuchern gilt das Kwaku Summer Festival als das größte multikulturelle Festival in Europa.

Seit den 90er Jahren hat sich die Lage etwas entspannt. Viele Hochhäuser wurden abgerissen und durch modernere Wohngebiete ersetzt. Heute ist Bijlmer ein klasse Beispiel für das Zusammenleben verschiedener Kulturen. Im Viertel leben Menschen aus mehr als 150 Nationen.

Stadtteile von Zuidoost: Bijlmermeer, Gaasperdam, Bullewijk (Industriegebiet)

Zuid - Szeneviertel, Diamanten und Museen

Prächtige Backsteinhäuser, Museen, Diamantenschleifereien, quirlige Szeneviertel und großzügige Parks wie der berühmte Vondelpark – Zuid ist eines der beliebtesten Viertel von Amsterdam.

2010 wurden die altehrwürdigen Viertel Oud-Zuid und Zuideramstel zum heutigen Amsterdam Zuid zusammengelegt. Amsterdam Zuid ist das am dichtesten besiedelte Viertel Amsterdams. Außerdem gibt es hier das größte Pro-Kopf-Einkommen.

De Pijp – Buntes Szeneviertel

An einem schönen Sommertag durch die Straßen schlendern, irgendwann in einem der vielen Straßencafés hängen bleiben und bei einem leckeren Drink Leute beobachten – nirgendwo in Amsterdam geht das besser als im Szeneviertel De Pijp.

De Pijp - hier ist Abends immer was los - Foto: Franklin Heijnen - CC

Ursprünglich war De Pijp ein Arbeiterviertel. Heute leben hier vor allem Studenten, Künstler und viele junge Leute. Kein Wunder - De Pijp muss man einfach lieben. Das Viertel platzt fast vor so viel Leben - ausgefallenen Läden, schönen Cafés, original Amsterdamer Pubs und mittendrin lädt der Sarphatipark zum Chillen ein.

Tipp

In den Hauptstraßen Albert Cuypstraat oder Ferdinand Bolstraat kannst du lecker essen gehen. Hier gibt es besonders viele authentische, marokkanische, indische, syrische oder libanesische (um nur einige zu nennen) Restaurants.

In der Albert Cuypstraat in De Pijp liegt auch der berühmte Albert Cuypmarkt – Auf dem größten Straßenmarkt in Amsterdam findest du so ziemlich alles, was du dir vorstellen kannst: Käse, Obst, Gemüse, günstige Klamotten und vieles mehr. Leider, in letzter Zeit, auch immer mehr Ramsch.

Wie auch im Jordaan gibt es De Pijp das Problem der Gentrifizierung: Gut verdienende Pärchen und reiche Papas, die ihren studierenden Sprösslingen schicke Wohnungen kaufen, treiben die Immobilienpreise in die Höhe. Viele Ureinwohner des Viertels können sich die astronomischen Mieten nicht mehr leisten.

Museumsquartier

Ein weiterer bekannter Stadtteil von Zuid ist das Museumsquartier. Hier gibt es, wer hätte das gedacht, viele Museen. Um den Museumplein (Museums-Platz) gruppieren sich die bekanntesten: Das Städtische Museum, das Rijksmuseum und das Van Gogh Museum. Im Museumsquartier laden aber auch weniger bekannte Museen wie das Diamant-Museum oder das niederländische Filmmuseum zum Staunen ein.

Diamantbuurt

Im Viertel der Diamantenschleifer wurden im 19. Jahrhundert die wertvollsten Juwelen der Welt veredelt. In der Diamantschleiferei Asscher, deren eindrucksvolles Gebäude das Ende der Diamantstraat überragt, wurde der größte Diamant der Welt, der Cullinan-Diamant, geschliffen.

Interessant

Viele Straßen im Diamantbuurt sind nach wertvollen Edelsteinen benannt: Robinstraat, Saffierstraat, Smaragdstraat, Topasstraat und Diamantstraat.

Amsterdam hat eine lange Tradition als Diamantenstadt. Im Diamantmuseum erfährst du alles über die glamourösen Steine und kannst dir die hochkarätige Sammlung des Museums ansehen.

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